Verleihung des Maria Sibylla Merian-Preis 2025
Festakt im Museum Wiesbaden

Das Landesmuseum mit seinen beiden Abteilungen Kunst und Natur eignet sich dafür in besonderer Form, denn es besitzt die einzigen erhaltenen Tierpräparate aus Südamerika, die Merian 1699 bis 1701 von der ersten uns bekannten Forschungsreise mitbrachte. Im Eingangssaal der Naturhistorischen Sammlungen ist dies im Raum „Wandel“ thematisiert und bietet so die Möglichkeit von ihrem Beitrag zur modernen Wissenschaft und zeitlosen Kunst zu berichten. Die Künstlerin Joos van Plas beschäftigt sich in ihrem Bilderzyklus „Rotonde in het Oerwoud“, der ebenfalls im „Wandel“ ausgestellt ist, mit der Reise Merians nach Surinam.

Der Preis in Höhe von 15.000 Euro wird von der Alfred-Weigle-Stiftung finanziert, vertreten durch Heidemarie Utsch, Patrick Bruns und Ulrich Dammeier, die damit in besonderer Weise auf die Interessen und Wünsche von Alfred Weigle eingehen. Das Leben von Maria Sibylla Merian war für den Stifter ebenso spannend und entdeckungswert, wie ihre Publikationen. Insbesondere die „Metamorphosis insectorum Surinamensium“ studierte er im Museum Wiesbaden. Zu seinem Engagement findet sich hier ein Beitrag.

Mit großer Freude darf darauf hingewiesen werden, dass dem Kuratorium Frau Prof. Dr. Susanne Foitzik (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) und Frau Dr. Beate Kemfert (Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim) angehören. Beide sind überregional bekannt und engagiert. Wie danken für die hier eingebrachte Unterstützung.

Der Festakt am 18. November bietet die Chance, zwei Frauen für ihr Werk auszuzeichnen und zu fördern. Das Kuratorium stellt seine Entscheidung und die Preisträgerinnen ihre Arbeiten vor. Dabei wird sicher erkennbar, wie umfangreich und einen großen Bogen spannend das Vorbild Merians bis heute wirkt. Neben einer musikalischen Begleitung bietet sich im Anschluss die Möglichkeit zum Gespräch im Foyer des Museums.