Kalender
Vorträge und Begegnungen
Do, 5. März 2026, 19 Uhr
„Deutschlands Picasso ist eine Frau“ – Werk, Leben und Nachruhm der Paula Modersohn-Becker
Dr. Frank Schmidt, Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen
Vortrag: „Deutschlands Picasso ist eine Frau“ -Werk, Leben und Nachruhm der Paula Modersohn-Becker
Anlässlich der Sonderausstellung „Feininger, Münter, Modersohn-Becker…Oder wie Kunst ins Museum kommt“ widmet sich ein Vortrag am 5. März 2026, um 19 Uhr im Museum Wiesbaden dem Werk, Leben und Nachruhm der Paula Modersohn-Becker. „Deutschlands Picasso ist eine Frau“ – muss dieser Vergleich, den Julia Voss 2007 in der FAZ wagte, überhaupt sein bzw. ist er heute nicht etwas aus der Zeit gefallen? Damals mitunter noch ein Aufreger, wird 2026 kaum jemand mehr die Stirn darüber runzeln, diese Malerin in einem Atemzug mit dem Genie des 20. Jahrhunderts zu nennen. Im Jubiläumsjahr ihres 150. Geburtstags ist Paula Modersohn-Becker der Status als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts nicht mehr zu nehmen. Wie es dazu kam, wie ihr Werk von Zeitgenossen aber auch nach ihrem frühen Tod im Jahre 1907 rezipiert wurde und warum ihr, weit vor allen anderen, 1927 ein eigenes Museum gewidmet wurde, wird Teil des Vortrags von Frank Schmidt sein, Direktor eben dieses weltweit ersten Museums für eine Malerin. Dabei nimmt er insbesondere das Jahr 1906 in den Fokus, in dem Picasso und Modersohn-Becker in Paris lebten und arbeiten und zu erstaunlich parallelen Lösungen kamen.
Der Vortrag findet im Rahmen der Sonderausstellung „Feininger, Münter, Modersohn-Becker…Oder wie Kunst ins Museum kommt“ statt. Der Eintritt ist frei.
Informationen: Do, 5. März 2026, 19 Uhr Deutschlands Picasso ist eine Frau — Werk, Leben und Nachruhm der Paula Modersohn-Becker Vortrag mit Dr. Frank Schmidt, Direktor Paula Modersohn-Becker Museum (Bremen)
Informationen zum Referenten: Nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Anglistik in Gießen und München war Frank Schmidt Kurator am Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt sowie am Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Anschließend leitete er das Ausstellungsmanagement am Museum Kunstpalast in Düsseldorf, von wo er als wissenschaftlicher Direktor an die Kunsthalle Emden wechselte. Seit Februar 2016 leitet Frank Schmidt die Museen Böttcherstraße in Bremen und realisierte dort unter anderem die Ausstellungen „Emil Nolde trifft Paula Modersohn-Becker“ (2016/2017), „Schlaf. Eine produktive Zeitverschwendung“ (2017/2018), „Ich bin Ich. Paula Modersohn-Becker. Die Selbstbildnisse“ (2019/2020), „Berührend. Annäherung an ein wesentliches Bedürfnis“ (2020/2021) oder „Camille Claudel & Bernhard Hoetger. Emanzipation von Rodin“ (2025). Seit 2020 ist Schmidt zudem Geschäftsführer der neu gegründeten Museen Böttcherstraße Stiftungs-GmbH.
